Im diesem Video erklären Professorin Eule, Lenny und Croco aus dem KIKAN Spiel das Projekt!

Das Projekt

Das Forschungsprojekt „KIKAN: Kinder Kreativ gegen Angst“ zielt darauf ab, die Behandlung von Angststörungen bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren durch den Einsatz spielerischer („gamifizierter“) Therapieelemente zu verbessern.

Dazu wird ein interaktives Videospiel entwickelt, das Kindern hilft, Selbstwirksamkeit und Bewältigungsstrategien zu stärken. Durch das Spiel, welches Monster als Symbole der Angst und Helferfiguren zur Unterstützung nutzt, soll die Therapiemotivation der Kinder und die Interaktion mit Eltern und Therapeut:innen gefördert werden.

Während des Spiels, aber auch im Alltag der Kinder, werden therapie-relevante körperliche Reaktionen mit einem Fitnessarmband detektiert und dazu genutzt, das Spiel und die Therapie individuell anzupassen und zu optimieren.  

In enger Zusammenarbeit mit Kindern, Eltern, Psychotherapeut:innen und Forschenden im Kinder und Jugendbereich soll KIKAN als spielbasierte Therapie im klinischen Alltag getestet und evaluiert werden.

Das Ziel ist es, die Behandlung von Angststörungen nachhaltiger und effektiver zu gestalten. Die Ergebnisse werden Fachkolleg:innen und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

News

Netzwerktreffen

Am 21.4. fand das Netzwerktreffen des GamKI Verbundes in Würzburg statt.

Beim eintägigen Treffen im Juliusspital in Würzburg präsentierten alle 13 geförderten Projekte ihre aktuellen Fortschritte und Entwicklungen. Ergänzend dazu organisierte das Begleitprojekt eine Reihe thematisch vielfältiger Workshops, die sich unter anderem mit Fragen der Ethik und Technikfolgenabschätzung, Evaluation, Stigmatisierung sowie Wissenschaftskommunikation befassten.

Die Veranstaltung bot eine inspirierende Plattform, um Einblicke in die unterschiedlichen Projektansätze zu gewinnen und den interdisziplinären Austausch untereinander zu stärken. In angenehmer Atmosphäre entstanden zahlreiche anregende Gespräche und neue Impulse für die weitere Zusammenarbeit.

Den gelungenen Abschluss des Tages bildete ein gemeinsames Anstoßen mit einem Glas Wein auf der Alten Mainbrücke – ein passender Ausklang für ein rundum bereicherndes Treffen.

Start der Erhebung

Im April 2026 startete die Erhebung der ersten Proband:innen im Projekt.

Fokusgruppe

Am 22. und 23. September 2025 fand an der Universität Osnabrück die zweite Fokusgruppe im Rahmen des KIKAN-Projekts statt.

Erneut nahmen jeweils mehrere Kinder im Alter von 5 bis 12 Jahren gemeinsam mit ihren Eltern bzw. Bezugspersonen teil. Die Kinder konnten diesmal weitere interaktive App-Elemente sowie neue Charaktere der KIKAN-App kennenlernen und intensiv ausprobieren. Darüber hinaus testeten sie erstmals die Smartbänder, die ergänzend zur App eingesetzt werden und körperliche Reaktionen (z.B. die Herzrate) aufzeichnen.

In dieser Runde hatten auch die Eltern und Bezugspersonen die Möglichkeit, das Tablet und die App selbst aktiv zu testen. In begleitenden Austauschrunden sowie über strukturierte Feedbackbögen brachten alle Teilnehmenden ihre Perspektiven, Wünsche und Anregungen ein.

Die zweite Fokusgruppe lieferte uns erneut zahlreiche wertvolle Rückmeldungen. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen direkt in die Weiterentwicklung ein, damit die App sowohl den Bedürfnissen der Kinder als auch den Erwartungen der Eltern bestmöglich gerecht wird.

Förderung

Das Projekt “KIKAN: Kinder Kreativ gegen Angst” wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Födermaßnahme „Interaktive und Gamification-basierte Technologien zur Förderung der psychischen Gesundheit im Kindesalter“ (GamKi).