
Projektbeschreibung
Projektziel
Ziel des Projekts „KIKAN: Kinder Kreativ gegen Angst“ ist es, die Therapie von Angststörungen bei Kindern im Alter von 6 bis 12 Jahren durch die Anwendung gamifizierter Therapieelemente zu verbessern.
Hintergrund
Angststörungen sind bei Kindern und Jugendlichen weit verbreitet und können ohne Behandlung langfristig negative Auswirkungen haben. Obwohl kognitive Verhaltenstherapie wirksam ist, gibt es in Deutschland Versorgungslücken. KIKAN möchte diese durch innovative spielerische Ansätze schließen.
Methodik und Technologie
Ein interaktives Spiel wird entwickelt, das Kindern hilft, mit Ängsten umzugehen, indem sie Ängste als „Angstmonster“ erkennen und mittels „Helferfiguren“ bewältigen. Gleichzeitig werden Wearables und multimodale Ecological Momentary Assessments (EMA) eingesetzt, um Alltagsdaten zur Spieloptimierung zu sammeln.
Partizipation
Das Projekt betont eine partizipative Entwicklung. Die Perspektiven von Kindern, Eltern und Therapeut*innen fließen aktiv in den Designprozess ein, um eine hohe Relevanz und Benutzerfreundlichkeit sicherzustellen.
Evaluation
KIKAN wird in Poliklinischen Psychotherapieambulanzen unter realen klinischen Bedingungen getestet, um die Effektivität auf den Therapieprozess zu ermitteln. Kinder nutzen das Spiel sowohl während der Wartezeit auf einen Therapieplatz als auch als Ergänzung zur Therapie, unterstützt durch umfassendes Elterntraining.
Zukunftsperspektiven
KIKAN zielt darauf ab, die Therapie von Angststörungen nachhaltiger zu gestalten und Impulse für individualisierte Präzisionspsychotherapie zu geben. Die Ergebnisse werden sowohl Fachleuten als auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, um die Akzeptanz dieser neuen Ansätze zu fördern.
